orange cinehomeSechs Monate wurde gehämmert, gezimmert und gepinselt, nun ist das neuste Orange-Produkt da und sieht gar nicht mal so schlecht aus: Orange Cinehome bringt Filme und Fernsehen auf Abruf. Soweit, so nicht neu. Und doch unterscheidet sich die Box von AppleTV & Co.

Orange bringt nämlich nicht nur ein 1500 Filme auf Abruf, erstmals sind bei einem Schweizer Anbieter auch Serien verfügbar. Und: In der Grundgebühr von 14 Franken für Orange- und 19 Franken für Neukunden auch fast alle Sendungen der SRG-Kanäle, sowie monatlich 10 neue Filme aus dem Hause Warner ohne weiteren Aufpreis inbegriffen. Doch reicht das, um sich am Markt durchzusetzen? Wohl kaum. Denn auch bei Orange Cinehome muss der Kunde Internet und Fernsehsignal bei einem anderen Anbieter beziehen. Das wäre wahrscheinlich anders, wenn die Fusion von Orange und Sunrise bewilligt worden wäre. Dann hätte Orange heute Zugriff auf ein Netz für fast 90% der Schweizer Festnetzanschlüsse. Für den Kunden hätte das nicht nur preislich attraktive Kombipakete zum Vorteil, er könnte auch davon ausgehen, dass ihm sein Anbieter einen möglichst ruckelfreien Betrieb garantiert. Branchenintern ist man deshalb davon ausgegangen, dass trotz Fusionverbot Sunrise und Orange im Festnetzbereich zusammenarbeiten. Dass Orange nun sein Cinehome im Alleingang lanciert, deutet darauf hin, dass für diese Pläne die Sonne untergegangen ist.