TradersJetzt ist es passiert. Das, wovon die Verantwortlichen im Vorfeld gezittert haben: Die neue Kilchsperger-Show „Traders“ ist unter die magische Grenze von 30% Marktanteil gefallen. Und zwar deutlich: Nur noch 25% der TV-Zuschauer schalteten am letzten Mittwoch die Sendung ein. In absoluten Zahlen waren das 411’000 Menschen – 170’000 weniger als bei der Premiere vor drei Wochen. Damals lag der Marktanteil noch bei respektablen 35%. Der drastische Zuschauerschwund zeigt: Die Sendung ist vermutlich nicht mehr zu retten. Denn im Unterhaltungssektor gilt, dass sich das Schicksal einer neuen Show innerhalb der ersten zwei bis drei Ausgaben entscheidet. Das gilt auch im positiven Sinn und zeigte sich bei der vielgescholteten Vorgängershow: „Deal or no Deal“ erzielte beim Start vor knapp sieben Jahren konstante Bestwerte. Und lag bis zum Schluss deutlich über den Zuschauerzahlen von „Traders“.

Ja, es war eine Zangengeburt. Doch auch das in letzter Minute angepasste Konzept hat nichts genützt. Jetzt stellt sich die Frage, ob die abtretende Chefetage rund um Senderchef Ueli Haldimann und Unterhaltungschefin Gabriela Amgarten das Problem noch vor Jahresende angehen wird. Oder ob es dem neuen Führungsduo mit Radio-TV-Superdirektor Rudolf Matter und Unterhaltungschef Christoph Gebel überlassen bleibt, ab Januar das Bremsmanöver für „Traders“ einzuleiten.