appletvEs war die einzig logische Strategie, das Produkt doch noch erfolgreich zu machen. Das neue AppleTV ist billig, unabhängig von jedem Computer und ein reines Zugangsgerät zu einem riesigen Video-on-Demand-Store. Soweit so schön…für die Amerikaner, die Briten, die Deutschen. Und die Schweiz? Bleibt der Bildschirm schwarz. Neu ist das nicht. Schon bislang konnte man beim alten AppleTV hierzulande keine Filme downloaden. Dem vernehmen nach tut sich Apple schwer mit der Mehrsprachigkeit unseres Landes, das kompliziert die Lizenzverhandlungen – wohl zu viel Arbeit mit Blick auf einen so kleinen Markt.

Doch während der Apfel die Eier nicht hochkriegt, fahren andere die Ernte ein. Denn Video-on-Demand boomt in der Schweiz schon lange. Die drei grössten Provider unseres Landes – Swisscom, Cablecom und Quickline – bieten allesamt Filme und Sendungen auf Abruf. Und zumindest von Swisscom, wo das Angebot für alle Kunden erhältlich ist, weiss man: Die Mehrheit nutzt das auch und zwar fleissig. Während im Mobilfunk-Bereich hierzulande proportional mehr iPhones im Einsatz sind als irgendwo anders auf der Welt, scheint im TV-Bereich der Zug für Apple schon abgefahren, bevor er überhaupt bereitgestellt wurde. Denn wer zu spät kommt, den bestraft der Konsument.