3D-Demonstration von LGDie Fernsehbranche hat wieder Hoffnung. Und die Hoffnung hat einen Namen: 3D soll das Internet, die Festplattenrecorder und all das, das dem heutigen Fernsehen sonst noch Sorgen macht, vergessen lassen. ServusTV testet bereits 3D-Sendungen und Sky plant eine Bundesliga-Übertragung in 3D. Soweit so verträumt. Gäbe da nicht ein kleines Problem: 3D-TV braucht Bandbreite. Und zwar mehr als das heutige HDTV. Doch Bandbreite ist rar. Auch auf Satellit, aber vorallem im TV-Kabel. Der Grund liegt im analogen Fernsehen, dass immer noch mit bis zu 50 Kanälen übertragen wird. 50 analoge Kanäle – das gäbe Platz für bis zu 700 digitale Programme, 200 HDTV-Kanäle oder 100 Sender in 3D.

Darum wird es Zeit dem Konsumenten reinen Wein einzuschenken. Kurz und schmerzlos: Das analoge Fernsehen ist Tod. Zu schlecht ist die Bildqualität, zu gross die benötigte Bandbreite. Für weniger als 100 Franken wäre jeder Haushalt umzurüsten. Und das ist durchaus zumutbar, wie die Erfahrungen beim Fernsehen über Antenne zeigen. Dort digitalisierte die SRG innert zwei Jahren sämtliche Haushaltungen. Ohne das es zu grossen Protesten gekommen wäre. Es wird Zeit, diesen Schritt auch im Kabel zu vollziehen. Ansonsten bleibt für 3D wenig Platz.