logossfSie konnten nicht miteinander. Doch noch weniger können sie ohne einander: Seit Juli gehen StarTV und das Schweizer Sportfernsehen SSF getrennte Wege. Doch gelohnt hat sich der Alleingang vermutlich für keinen der beiden. Wir erinnern uns: SSF erwirkte die Aufschaltung auf einem eigenen analogen Kanalauf Kosten von DSF. Seither sendet SSF vor sich hin. Genaue Zahlen hat niemand – die hat SSF bei der zuständigen Quotenerhebung nämlich sperren lassen. Man habe kürzlich die Schallmauer von 400’000 täglichen Zuschauern durchbrochen, liess der Sender einzig verlauten. Doch diese sogenannte Tagesreichweite sagt wenig aus. Sie zählt nämlich jeden Zuschauer, der zufällig vorbeizappt. Sogar die Servicekanäle der Kabelnetzbetreiber kommen darum auf ähnliche Werte.

Seit der Abkehr von SSF ist auch das Programm von StarTV wesentlich dünner geworden. Vor allem in der Primetime, da gibts oftmals lediglich Making-of’s von Spielfilmen zu sehen. Damit erinnert der Sender immer mehr an den Kanal, aus dem er dereinst hervorging: „Trailer Cinema Highlights“ zeigte vor dem StarTV-Start 1995 im Zürcher Kabelnetz die Trailer der aktuellen Kinofilme. Wieviele Zuschauer StarTV heute erreicht, bleibt sein Geheimnis. Auch StarTV lässt nämlich seine Quoten sperren. Bekannt ist nur, wie gross der Anteil am TV-Kuchen war, als StarTV noch mit SSF zusammenarbeitete: Er betrug nämlich ein Tausendstel. Oder exakt ausgedrückt: Im ersten Halbjahr 2009 erreichte StarTV mit SSF einen Marktanteil von 0,1%.