Verte

Im Januar kommt interaktive Bewegung in den Schweizer Fernsehmarkt. Der Digital-TV-Anbieter Quickline startet sein jüngste Kind: „Verte „. Das Angebot: Digital-TV, Filme auf Abruf, Shopping, News, Internet – und das alles auf dem heimischen Fernseher, lediglich eine neue Set-Top-Box (Monatspreis: 25 Franken) ist zum Empfang notwendig. Denn „Verte“ nutzt für seine Dienste eine ähnliche Technologie wie BluewinTV und die unterscheidet sich von der Übertragungsweise des herkömmlichen Digitalfernsehens übers Kabelfernsehen deutlich. Dafür ermöglicht sie Angebote wie „Freeze 24“, das „Verte“ anbieten will: das Programm von 20 frei wählbaren Sendern kann 24 Stunden lang zeitversetzt angeschaut werden. Klingt theoretisch gut, dürfte praktisch aber schwer umzusetzen sein. Denn einerseits sträuben sich die Sender massiv gegen zeitversetzte Angebote, da diese in der klassischen Einschaltquote noch nicht eingerechnet werden. Und andererseits gibt es vor allem bei eingekauften Serien und Filmen rechtliche Probleme. Nichtsdestotrotz eröffnet „Verte“ ein neues TV-Zeitalter. Eines, das auch dringend nötig ist. Denn laut der Kommtech-Studie verzichten bereits heute fünf Prozent der Schweizer Zuschauer auf einen Fernseher – weil ihnen die klassische zeitabhängige Nutzung zu unbequem ist. Sie nutzen zum TV-Konsum dann meistens einen Laptop.