CodierungDas war eine Überraschung. Anlässlich der Bieler Kommunikationstage verkündete der neue Cablecom-Chef Eric Tveter, man überlege sich „die Einfüh­rung von Common Interface Modulen der neusten Generation, um die freie Wahl von Set-Top-Boxen zu gewährleisten.“ Will heissen: Der Kunde bekäme ein Modul, mit dem er eine Set-Top-Box nach Wahl oder ein Digital-TV-tauglicher Fernseher für den Empfang von Cablecom Digital-TV einsetzen könnte. „Sie bewegt sich doch“ jubelt deshalb der Blick in seiner neusten Ausgabe. Und übersieht dabei einen entscheidenden Satz in der Mitteilung der Cablecom: „Module der neusten Generation“.

Zwar will die Cablecom auf Anfrage nicht präzisieren, was damit gemeint ist, aber diese Formulierung deutet auf den neuen Standard „CI+“. Und der hat zwei entscheidende Nachteile:. Einerseits lassen sich diese Module nur mit neuen, noch seltenen Boxen und Fernsehern verwenden. Andererseits ermöglicht CI+ eine teilweise Kontrolle über das Fernsehverhalten des Zuschauers. So kann ihm damit beispielsweise verunmöglicht werden, Sendungen aufzuzeichnen, vorzuspulen oder Werbung zu überspringen. Sender wie RTL wollen dies auch so schnell wie möglich in die Praxis umsetzen.