SF1 - signet BundesplatzDa wird man angestossen haben in der Chefetage der SRG: Jetzt steht fest: Alkoholwerbung wird in der Schweiz auch am Fernsehen zugelassen. Ab 1. Dezember dürfen alle Sender für Bier und Wein werben. Die beiden Parlamentskammern haben sich in einer Aussprache („Einigungskonferenz“) darauf geeinigt. Der grösste Profiteur dieser Liberalisierung ist zweifellos die SRG. Für sie kommen die Millionen gerade im richtigen Moment – läuft doch gerade ein umfassendes Sparprogramm an. Andererseits droht jetzt ein anderes Vorhaben zu scheitern. Die SRG dürstets nämlich schon länger nach noch mehr: Sie hatte im Frühling nach mehr Werbefreiheit gerufen, um ihre Finanzlöcher zu stopfen. Der Bundesrat ist dieser Idee gefolgt und prüft derzeit und noch bis Ende Oktober eine Lockerung der Werbefesseln. So soll es beispielsweise möglich werden, auch kürzere Sendungen wie „Einer gegen 100“ oder „Kassensturz“ durch Werbung zu unterbrechen. Ausserdem möchte er die Werbezeit beinahe verdoppeln. Da nun aber mit der Alkoholwerbung bereits eine neue Einnahmequelle erschlossen werden kann, könnte das als Argument gegen weitere Lockerungen vorgebracht werden.