einsteinDer Start in eine neue TV-Saison ist für die Macher jeweils besonders interessant. Er zeigt nämlich, welche Sendungen auf Anhieb wieder Zuschauer finden und welche gar nicht gross vermisst wurden. Die erste Bilanz: Der „Kassensturz“ wurde offenbar am meisten vermisst, er erreichte auf Anhieb 40% Marktanteil. „Deal or no Deal“, „Einer gegen 100“ oder die „Rundschau“ erreichten rund 30% Marktanteil – da darf ebenfalls gefeiert werden. Kurz zur Erklärung: Der Marktanteil zeigt, wieviel Prozent aller Zuschauer, die an diesem Abend vor dem Fernseher sassen, eine bestimmte Sendung sahen. Dieser Wert ist massgebend, da er von äusseren Faktoren wie dem Wetter nicht beeinflusst wird.

Am liebsten in die ewige Sommerpause geschickt hätten die Zuschauer hingegen das Wissensmagazin „Einstein“. Gerade mal 22% hatten Lust auf sprödes Forscherfernsehen. Eine fataler Wert für die Nachfolgesendung von „MTW“. Kein Wunder: Im Vergleich zu modernen Wissensshows wie „Galileo“ oder „Welt der Wunder“ fällt die Sendung massiv ab. Sie konzentriert sich auf das grosse Ganze, statt auf interessante Details, stellt Forscher statt Funktionen in den Vordergrund und scheint überdies ganz zu vergessen, dass das Fernsehen ein Bildmedium ist. Und kein gedrucktes Magazin für wissenschaftliche Studenten. Das spannendste an der neuen Staffel „Einstein“ dürfte darum die Frage sein, wie lange der neue TV-Chef Ueli Haldimann diese Sendung noch sehen will.