sat1Die Präsentation des Herbstprogramms der ProSiebenSat.1-Gruppe (Sat.1, Pro 7, Kabel1) machte klar, was sich schon lange abzeichnet: Sat. 1 tritt an zum kostspieligen Duell gegen RTL, Pro Sieben sendet dafür ein Sparprogramm ohne grosse Neuerungen.

Sat.1 schmückt sich in der neuen Saison mit grossen Namen und einem neuen Erscheinungsbild. Der optisch biedere Auftritt soll durch ein strahlendes, modernes Design ersetzt werden. Die schönen Trailer, Trenner und Station-IDs werden gefüllt mit der „Pocher-Show“, „Kerner Live“ und der neuen Daily-Soap „Eine wie keine“. In der spielt Marie Zielke eine geschiedene Frau, die nach acht Jahren Ehe und einem knallharten Scheidungskrieg in ein neues Leben startet. Auch eine Tanzsendung probiert man wieder: „Yes, we can dance“ stellt Kai Pflaume klar. Apropos: Unter dem Label „ran“ überträgt Sat.1 unter anderem die Champions League – moderierte von Johannes B. Kerner und Franz Beckenbauer. Aus rechtlichen Gründen werden diese Übertragungen aber wie anhin in der Schweiz durch Filme überlebendet. Das ganze Programm steht unter dem neuen, doch etwas sehr weichgespültem Motto „Colour your Life!“.

Pro Sieben setzt derweil auf Billiges und Bewährtes. Event-Shows mit Stefan Raab, Desperate Housewives oder die Simpsons – letztere sind künftig Dienstags um 20.15 Uhr mit einer neuen Staffel zu sehen. Und sonst? Stromberg ist zurück, und diesmal wird er aufs Dorf versetzt. Und Stefan Raab sucht gemeinsam mit der ARD den deutschen Teilnehmer für den nächsten Eurovision Song Contest.

Da kann dann sogar Kabel eins mehr Neuerungen ankündigen. So übernimmt der kleine Sender Serien wie „Lost“ oder „Jericho“, die bislang auf Pro Sieben zu sehen waren. Und lässt vier Familien je ein „100-000-Euro-Haus“ bauen. Der Clou: Nur der Gewinner kriegt die Baukosten erstattet. Drei Paare treten derweil – bereits ab 10. September – in „Wer wird Wirt?“ an. Sie sanieren je ein runtergewirtschaftetes Restaurant – das Gewinnerpaar kann sein Lokal behalten.