
Premiere hat Derniere, jetzt sieht Deutschland Sky. Doch was, wenn das neue Pay-TV scheitert? Die Antwort auf diese Frage könnte ausgerechnet in der Vergangenheit zu finden sein.
Lange war es nämlich der Schweizer Anbieter “Teleclub“, der Pay-TV auch für Deutschland und Österreich machte. Einer der Aktionäre: Leo Kirch. Und der koppelte mit weiteren Partnern am 28. Februar 1991 um punkt 17.30 Uhr das Schweizer Geschäft von den übrigen Ländern ab. Noch ein letzter Film – dann ging um 19 Uhr für Deutschland und Österreich das neue Premiere auf Sendung, Teleclub bediente fortan nur noch die Schweiz. Bis heute ist die Aufteilung so geblieben. Premiere beziehungsweise Sky gibts in der Schweiz nur für Satelllitenkunden. Doch was, wenn Sky scheitert? Dann wäre die kostengünstigste Variante, Teleclub wieder auf den ganzen deutschsprachigen Bereich auszudehnen. Seine Filmkanäle “Teleclub Cinema” und “Teleclub Star” könnten im Schlepptau die überlebenden Sky-Partnersender mitziehen, eine geschrumpfte Sky-Logistik würde die Kundenbetreuung übernehmen. Doch lässt sich die Zeit soweit zurückdrehen? Kaum. Denn Sky muss überleben – ein Scheitern im deutschsprachigen Raum würde die Marke international beschädigen und dass kann sich Sky-Hauptaktionär Rupert Murdoch nicht leisten. Doch was durchaus vorstellbar wäre: Eine Reduktion des Angebotes auf den rentablen Filmbereich. Und so wäre das verbleibende “Sky Cinema” irgendwie dann doch ein Schritt zurück in vergangene Zeiten.

1 Kommentar(e) bis jetzt»
Sky ist nicht der einzige Pay TV Anbieter in Deutschland. Da gibts noch diverse andere, die sogar die lizensen für Detuschland haben (was Teleclub nicht hat, wäre ja auch blöd an die Hollywoodstudios und sonstigen Rechteinhaber mehr Geld als nötig zu zahlen).
Es wäre wohl realistischer, wenn diese sich den Markt schnappen. Düster wird es dann aber für die Bundesliga…
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