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Die einzige Sportart, die viele potentielle Zuschauer der neuen Schweizer Sportfernsehens SSF zu sehen bekommen ist Ameisenrennen. Denn der neue Sender ist vielerorts gar nicht aufgeschaltet. Der Grund: Das SSF hat zwar vom Bundesamt für Kommunikation eine Verfügung erhalten, die dem Sender einen analogen Kabelplatz zusichert – die gilt aber nur für die Netze der Cablecom. SSF hatte dies selbst so beantragt – befürchtete man doch bei einer Verfügung für alle Schweizer Netze eine Flut von Einsprachen gegen den Entscheid. Die Rechnung ging auf: Die Cablecom zog den Entscheid nicht weiter und so besitzt SSF seit dem 1. Juli einen eigenen Sendeplatz. Doch eben fast nur in den Netzen der Cablecom. Die übrigen Kabler haben das SSF grösstenteils nicht aufgeschaltet. Und so steht der Sender vor der Situation, dass er nun wesentlich weniger Zuschauer erreicht, sendete doch SSF bislang auf der Frequenz von Star TV. Denn die Cablecom erreicht nur gut die Hälfte aller Schweizer Kabelhaushaltungen, der Rest wird von über 200 kleinen Kabelunternehmen versorgt. Und von den grossen Anbietern hat nebst der Cablecom einzig Swisscoms Bluewin-TV den neuen Sender aufgeschaltet.