Die gute Nachricht zuerst: RTL und Vox senden ab Spätherbst auch in HDTV. Und zwar über den Satelliten Astra, auf dem auch schon heute ihr Programm zu empfangen ist. Nur: Im Gegensatz zum heutigen Signal, gibts das superscharfe Bild nur gegen Bezahlung. Das HDTV-Angebot der Sender ist nämlich Bestandteil eines neuen Programmpaketes des Satellitenbetreibers. Dies nennst sich „HD+“ und kostet nach einer kurzen Einführungszeit einen monatlichen Betrag. Wieviel das sein wird, will Astra erst im Herbst bekanntgeben.

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Neu sind diese Pläne nicht. Bereits vor drei Jahren versuchte Astra unter dem Namen „Entavio“ ein System zu etablieren, bei dem viele deutsche Privatsender nur noch gegen Gebühr empfangbar gewesen wären. RTL war damals wichtigster Partner von Entavio. Das Projekt ist zwar gescheitert – trotzdem machte RTL nie einen Hehl daraus, dass man weiter über eine Verschlüsselung des Programms nachdenkt. Umsetzen will man das nun also im HDTV-Bereich und auch im grenznahen Stuttgart. Dort gibts RTL ab Herbst auch digital über Antenne zu empfangen, aber ebenfalls nur codiert. Gut möglich also, dass künftig auch für viele werbefinanzierte Privatsender direkt oder indirekt bezahlt werden muss. Indirekt in dem der Kabelnetzbetreiber Gebühren an den Sender abliefern muss, um sein Programm einspeisen zu dürfen. Gebühren, die sich wiederum in höheren Anschlusstarifen niederschlagen. Oder direkt, in dem er, wie im geplanten HDTV-Paypaket, gleich einen monatlichen Betrag überweisen muss. Interessant wird nur eine Frage sein: Wieviele werden bereit sein, überhaupt für RTL und Co. etwas zu bezahlen?