Ab 4. Juli um punkt Mitternacht sieht Deutschland Sky. Unter diesem neuen Namen will das heutige Premiere alles besser machen: Bessere Programme, bessere Preise, ein besserer Service. Nachdem was bis jetzt bekannt ist, sind die Angebote von Sky durchaus attraktiv: Der Kunde bucht für umgerechnet 25 Franken pro Monat ein Einstiegspaket mit vielen kleinen Pay-TV-Spartensendern. Zusätzlich abonnierbar sind dann sogenannte „Premium-Inhalte“, wie Kino, Sport und Bundesliga. Abonniert ein Kunde neben dem Einstiegspaket auch das Kinopaket, bezahlt er für beides zusammen gut 50 Franken. Dafür erhält er 10 Filmkanäle und 20 weitere Kanäle mit Dokus, Musik, Serien und Cartoons. Als Vergleich: Zum gleichen Preis gibts beim Schweizer Anbieter Teleclub acht Kanäle. Vor allem aber: Sky bietet in einem weiteren Paket sechs Sender in HDTV an – Teleclub bislang keinen einzigen.

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Sky wird auch in der Schweiz abonniert werden können. Aber nur für Kunden mit Satellitenschüssel und nur via Teleclub, denn der ist der exklusive Wiederverkäufer von Sky hierzulande und bietet derzeit auch schon Premiere an. Allerdings unterscheidet sich seit eh und je das Angebot von dem in Deutschland. Teleclub schnürt aus dem deutschen Angebot neue Pakete, versieht sie mit anderen Preisen und bietet sie dann den Schweizer Satellitenkunden an. Stellt sich also die Frage wie der Schweizer Kunde hierzulande von Sky sehen darf und wieviel er dafür bezahlen muss. Das hat auch rechtliche Gründe: Denn viele Sender, die via Sky zu empfangen sind, stammen nicht aus dem Hause Sky selbst. Mit all denen muss Teleclub einzeln über die Konditionen verhandeln. Normalerweise wird ein monatlicher Rappenbetrag je Abonnent ausgehandelt. Ein anderes Problem können Exklusivverträge sein: Will heissen, das ein Sender bereits mit einem Konkurrenten von Teleclub einen exklusiven Verbreitungsvertrag hat. Da aber beispielsweise die Cablecom nur selten Exklusivverträge abschliesst, stellt sich dieses Problem in der Praxis selten. Trotzdem wird dieser Grund gegenüber der Öffentlichkeit gerne vorgeschoben. In Realität gehts aber wie gesagt meist um etwas ganz einfaches: Um Geld. Und das wird auch entscheidend dafür sein, wieviel vom Sky die Schweizer ab 4. Juli sehen dürfen.